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So machen Aktienbetrüger Geld mit heißer Luft

[…] Die Masche ist jedes Mal ähnlich: Die Betrüger empfehlen Billigaktien unter einem Euro (Penny Stocks), die sonst kaum gehandelt werden und die sie vorher zuhauf eingekauft haben, über Börsenbriefe, unerlaubte Anrufe (cold calls), Spam-Mails oder via Fax. „Auf diese Weise sollen gutgläubige Anleger zum Kauf verleitet werden, den Kurs hochtreiben und den Betrügern zu satten Gewinnen verhelfen“, erklärt Burkhard Wagner von der PARTNERS VermögensManagement AG in München. […] Generell gilt: Vernünftiger Vermögensaufbau an der Börse geht nicht von heute auf morgen, sondern braucht seine Zeit. „Neben einer klaren Vorstellung über die eigenen finanziellen Ziele und Möglichkeiten ist das Wichtigste eine solide Strategie, die zum Risikoprofil des Anlegers passt und die er über Jahre bzw. Jahrzehnte durchhalten kann“, erklärt Burkhard Wagner […]

Interview mit Vorstand Burkhard Wagner

Herr Wagner, Anleger, die aufs schnelle Geld und sehr hohe Renditen hoffen, haben nach Ihrer Meinung an der Börse nichts zu suchen. Warum?
Wagner: Wer glaubt, an der Börse schnell reich zu werden, muss in aller Regel spürbar höhere Risiken eingehen. Das kann bis zum Totalverlust des Geldes führen. Mit einer solchen Einstellung lässt sich Vermögen weder sinnvoll aufbauen noch bewahren.

Was ist in Ihren Augen wichtiger für eine erfolgreiche Geldanlage: die Auswahl der Aktien, der richtige Zeitpunkt von Kauf bzw. Verkauf oder die generelle Investment-Strategie?
Wagner: Wir meinen: die Strategie. Dazu gehört erstens die grundsätzliche Auswahl und Gewichtung der Anlageklassen, also Aktien, Anleihen, Immobilien, Edelmetalle etc., sowie der Weltregionen, in denen investiert werden kann.

Und zweitens?
Wagner: Die Methode, wonach man festlegt, welcher Anteil wann in welche Anlageklassen fließt. Erst danach werden nach bestimmten Kriterien einzelne Titel gekauft.

Warum legen Sie so viel Wert auf die Anlageklassen?
Wagner: Die Finanzwissenschaft hat nachgewiesen, dass der Anlageerfolg zu 80 bis 90 Prozent davon bestimmt wird, welcher Anteil überhaupt in Assetklassen wie Aktien oder Anleihen fließt. Die Auswahl der Einzeltitel hat in einem breit gestreuten Depot hingegen weit weniger Einfluss.

Was macht in Ihren Augen denn eine gute Aktie aus?
Wagner: Wir achten neben der attraktiven Bewertung vor allem darauf, dass das Umsatz- und Gewinnwachstum der Unternehmen langfristig überzeugt. Dabei geben wir Firmen aus eher stabilen Branchen den Vorzug vor stark konjunkturanfälligen Titeln.

Hand auf's Herz.

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